Lust

„Wie wird man zum Schriftsteller? Ist es möglich, das Schreiben zum Beruf zu machen? Kann man davon leben? Und was für ein Leben kann das wohl sein? Ja, kann das Schreiben einen retten? In seinem jüngsten Roman verwebt Tomas Espedal Leben und Literatur – Autobiografie und Bildungsroman - auf bezwingende Weise. Der Doppeldeutigkeit des Titels … Lust weiterlesen

Streichhölzer

Ásta Sigurðurdóttirs Leben war wie eine ihrer Erzählungen: Chaotisch, dramatisch, prekär, eine Randfigur der Gesellschaft. 1930 auf einem abgelegenen Bauernhof in Westisland geboren, wuchs sie unter einfachsten, ärmlichen Bedingungen auf. Es gab in dem Torfhaus weder fließendes Wasser noch Strom. Durch die Mutter lernt sie die alten Sagen und Lieder kennen, Naturgeister und übernatürliche Erscheinungen. … Streichhölzer weiterlesen

Das Haus in der Gasse

Den Ausspruch: „Die interessantesten Entdeckungen kann man bei den kleinen Verlagen machen,“ kann man immer mal wieder von mir hören. Und tatsächlich entdecke ich da jenseits des Mainstreams literarische Kostbarkeiten. Bei den Autor*innen aus Italien, dieses Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse, entdeckte ich eine wichtige Stimme der dortigen Literatur in der 1. Hälfte des 20. … Das Haus in der Gasse weiterlesen

Spatriati

Auf dem Cover springt eine junge Frau scheinbar vom Kirchturm ins Leere. Das kann nur Claudia sein, eine der Protagonist*innen des Buches, eine Spatriata. Spatriati nenn man in Apulien „die Unbestimmten, die aus der Art Schlagenden, die Spinner, die Ziellosen und Alleinstehenden.“(Klappentext) Außer Claudia gehört dazu ihr Freund Francesco, den seine Mutter „schwarze Traube“ nennt, … Spatriati weiterlesen