„Wie wird man zum Schriftsteller? Ist es möglich, das Schreiben zum Beruf zu machen? Kann man davon leben? Und was für ein Leben kann das wohl sein? Ja, kann das Schreiben einen retten? In seinem jüngsten Roman verwebt Tomas Espedal Leben und Literatur – Autobiografie und Bildungsroman - auf bezwingende Weise. Der Doppeldeutigkeit des Titels … Lust weiterlesen
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Wildhof
Lina knurrt. Es ist ihre ganz spezifische Art, Ärger, Wut, Abwehr zu äußern, ihr Gegenüber zu warnen. Sie kann ausrasten. Als sie, die gefragte Entwicklerin von Apps und Internetseiten entdeckt, dass ein Praktikant brutale Videos postet, will sie ihn im Obergeschoss des Bürogebäudes aus dem Fenster stürzen. Das bringt ihr sechs Monate auf Bewährung. Jetzt … Wildhof weiterlesen
Streichhölzer
Ásta Sigurðurdóttirs Leben war wie eine ihrer Erzählungen: Chaotisch, dramatisch, prekär, eine Randfigur der Gesellschaft. 1930 auf einem abgelegenen Bauernhof in Westisland geboren, wuchs sie unter einfachsten, ärmlichen Bedingungen auf. Es gab in dem Torfhaus weder fließendes Wasser noch Strom. Durch die Mutter lernt sie die alten Sagen und Lieder kennen, Naturgeister und übernatürliche Erscheinungen. … Streichhölzer weiterlesen
Das Haus in der Gasse
Den Ausspruch: „Die interessantesten Entdeckungen kann man bei den kleinen Verlagen machen,“ kann man immer mal wieder von mir hören. Und tatsächlich entdecke ich da jenseits des Mainstreams literarische Kostbarkeiten. Bei den Autor*innen aus Italien, dieses Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse, entdeckte ich eine wichtige Stimme der dortigen Literatur in der 1. Hälfte des 20. … Das Haus in der Gasse weiterlesen
Von Norden rollt ein Donner
DIESEM Buch hätte ich gerne den Deutschen Buchpreis 2024 zuerkannt. Es ist ein leises Buch und vielleicht deshalb für viele Leser*innen nicht auf den ersten Blick attrakti, aber es ist ein Buch, das jede Menge Sprengstoff enthält. Schon auf der ersten Seite rollt der Donner und verhallt, ein erstes Zeichen, dass die anschließende Beschreibung der … Von Norden rollt ein Donner weiterlesen
Spatriati
Auf dem Cover springt eine junge Frau scheinbar vom Kirchturm ins Leere. Das kann nur Claudia sein, eine der Protagonist*innen des Buches, eine Spatriata. Spatriati nenn man in Apulien „die Unbestimmten, die aus der Art Schlagenden, die Spinner, die Ziellosen und Alleinstehenden.“(Klappentext) Außer Claudia gehört dazu ihr Freund Francesco, den seine Mutter „schwarze Traube“ nennt, … Spatriati weiterlesen
Fabian Saul: Die Trauer der Tangente
Dass der Autor auch Musiker ist wird schon klar, dass es statt Prolog und Epilog hier ein Prelude und eine Coda gibt. Die Kapitel im Hauptteil sind aufgeteilt in Wochentage, denen jeweils ein Zitat voransteht. 12 Tage erzählte Zeit, beginnend mit dem Tod eines Freundes bis zu dessen Beerdigung. Es wird kein fortlaufender Plot erzählt. … Fabian Saul: Die Trauer der Tangente weiterlesen