DIESEM Buch hätte ich gerne den Deutschen Buchpreis 2024 zuerkannt. Es ist ein leises Buch und vielleicht deshalb für viele Leser*innen nicht auf den ersten Blick attrakti, aber es ist ein Buch, das jede Menge Sprengstoff enthält. Schon auf der ersten Seite rollt der Donner und verhallt, ein erstes Zeichen, dass die anschließende Beschreibung der … Von Norden rollt ein Donner weiterlesen
Spatriati
Auf dem Cover springt eine junge Frau scheinbar vom Kirchturm ins Leere. Das kann nur Claudia sein, eine der Protagonist*innen des Buches, eine Spatriata. Spatriati nenn man in Apulien „die Unbestimmten, die aus der Art Schlagenden, die Spinner, die Ziellosen und Alleinstehenden.“(Klappentext) Außer Claudia gehört dazu ihr Freund Francesco, den seine Mutter „schwarze Traube“ nennt, … Spatriati weiterlesen
Fabian Saul: Die Trauer der Tangente
Dass der Autor auch Musiker ist wird schon klar, dass es statt Prolog und Epilog hier ein Prelude und eine Coda gibt. Die Kapitel im Hauptteil sind aufgeteilt in Wochentage, denen jeweils ein Zitat voransteht. 12 Tage erzählte Zeit, beginnend mit dem Tod eines Freundes bis zu dessen Beerdigung. Es wird kein fortlaufender Plot erzählt. … Fabian Saul: Die Trauer der Tangente weiterlesen
Han Kang: Die Vegetarierin
Klappentext: Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. „Ich hatte einen Traum“, so ihre einzige … Han Kang: Die Vegetarierin weiterlesen